~ Revierreporte A-J    ~ Revierreporte K-P    Revierreporte Q-Z

Auf dieser Seite finden Sie folgende Revierreporte:
Stenivalla (Insel Alonnisos), Staphylos, Agnontas, Panormou (Insel Skopelos), Hafen Skopelos, Linaria und Skyros (Insel Skyoros), Samothraki, Skantzoura und Thassos/Liminaria.

Stenivalla (Insel Alonnisos)
Auch hier handelt es sich seit Jahren um einen Lieblingsplatz von uns. Die Ansteuerung ist von Norden durch den Kanal von Peristera kommend relativ einfach.
Auf der rechten Seite steht auf einer kleinen Anhöhe eine Kapelle. Unmittelbar danach ist ein kleiner, fjordartiger Einschnitt. Auf der Nordseite sollte man nach Möglichkeit nur mit Heckanker anlegen. Der Grund steigt bis auf einen Meter an. Das Wasser ist glasklar und es ist kein Fehler immer nach Moorings, div. schwimmenden Leinen Ausschau halten, sonst ist der morgendliche Ankersalat vorprogrammiert.
Die Taverne Ikarus mit ihren blauen Tischtüchern ist inzwischen ein Pub geworden. Kostas, der das Pub von seinen Eltern übernommen hat, eröffnete zusammen mit seiner Frau auch gleich daneben einen Supermarkt mit einem sehr reichhaltigen Angebot. Sogar das Kultbuch über Sporaden ist hier erhältlich: GATES OF THE WIND von Michael Carroll.
Nur Tuborg Soda mit dem roten Label gibt es hier noch nicht. Besonderer Gag: Der Wetterbericht hängt über der Kassa und kann aktuell mit Wetterfax abgerufen werden. Wer´s sauber mag, kann gleich hinter dem Supermarkt warm duschen. Stangeneis liefert Kostas an Stammkunden gratis. Auch Wasser (das beste Trinkwasser auf den Sporaden) bekommt man natürlich aus einen Schlauch direkt beim Supermarkt, ebenfalls zum Nulltarif. Am Ende der Bucht ladet eine Taverne mit grossen Garten zum Fischschmausen ein und die Preise halten sich trotz bester Qualität in erstaunlich niedrigen Grenzen. Hier gibt es auch offenen Wein, made in Alonnisos. Stand Juli 2000: alles unverändert, wir haben es drei Tage hier ausgehalten. Am Montag kommt meistens die Flotilla. Dann sollte man besser das Weite suchen.

Hafen Skopelos
Die Hafenmole ist nach zweijährigen Umbau fertig und bietet deswegen auch nicht mehr Platz. Dennoch gab's keine Liegeplatzprobleme. Mit Buganker und zwei Landfesten liegt man hier prächtig (Ein Charterboot von Sunsail lag hier längsseits, was in Griechenland fast als Sakrileg geahndet wird). Stand Juli 2000: die Pier wurde nochmals verlängert, ein doppelter Wellenbrecher, Platz auch in der Hauptsaison mehr als genug.
Wasser und Diesel gibt es am Pier, allerdings wie schon beschrieben auf Anforderung. Geduscht werden kann am Ende des Piers.
Zum Lebensmitteleinkauf ist die Altstadt nicht weit und es gibt hier alles vom Fleischhauer, über den Fischhändler bis zum Gemüseladen.
Gleich zum Beginn der Promenade, mit den Korbstühlen in den gemütlichen Cafetarias gibt es hervorragende Grillrestaurants mit reichhaltiger Auswahl an Fleisch- und Fischspezialitäten.Spezialität: Gemischte Spiesse mit Kalb-Schweine-Rindfleisch und Huhn. Auch Spiess vom Schwertfisch ist möglich.
Im Vergleich zu Skiathos hat Skopelos auch in der Hochsaison seinen Charme bewahrt. Eine weisse Arena empfängt den Besucher. Auf blitzsaubernen kleinen Strassen, wie eh und je, die für Skopelos typischen Music Pubs und natürlich unzählige Boutiquen und Antiquitätenshops.
Der Hit war heuer (2003) ein kleiner Ausflug zu den Kapellen gleich neben der Hafenmole.
Nach der letzten Kapelle gibt es - mit Blick über Skopelos - eine kleine Cafeteria mit den besten Daiquiris in ganz Griechenland. Hemingway hätte seine Freude damit!

Linaria und Skyros (Insel Skyros)
Von den Inseln der Nördlichen Sporaden sicher die Überraschung schlechthin. Schon die Ansteuerung von Norden her kommend bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Die schmale Passage zwischen Nissos Valaxa und Skyros ist auch vom Tiefgang her problemlos zu befahren und steigt bis auf 5m an. Linaria bietet zwar nicht viele Liegeplätze, aber es geht sich immer irgendwie aus. Hier wird zum Unterschied zu den anderen Inseln, längsseits gegangen und im Päckchen angelegt. Nicht zu nahe beim Fähranleger festmachen, da am Abend reger Fährbetrieb herrscht. Es gibt viele Moorings von den Fischern und Ankern ist deshalb im engeren Hafenbereich nicht empfehlenswert.

Im Hafen von Linaria/Skyros ist wieder genug Platz, das Polizeitboot steht ausserhalb. Es kann auch wieder im Päckchen angelegt werden.

Man tut gut daran in Linaria beim Einlaufen auf der Backbordsaling die österreichische Flagge zu hissen. Denn Monika aus Österreich betreibt zusammen mit ihren Mann Nicos ein Surfercafe, die Anlaufstelle vieler Crews und sie ist immer sehr hilfsbereit.
Ihr Mann Nicos fährt mit seinem Ausflugsboot (siehe Foto unten!) die schönsten Bade-u.Surfbuchten von Skyros an. Monikas Schwägerin betreibt direkt am Hafen eine kleine, unscheinbare Taverne wo noch die Kultur der Mezes (kleine leckere Vorspeisen) gepflegt wird, natürlich immer frisch zubereitet.
Wasser liefert auf Wunsch die Taverne gegenüber der Pier. Tankstelle ist im Sichtbereich. Mobiler Tankwagen möglich. Eisblöcke direkt neben Monikas Surfer Pub in der Taverne. Hier kann man auch frischen Fische erstehen.
Ein Taxi nach Skyros Ort kostet ca. € 8.00. Elias (Tel.Nr. 91914) hat sogar ein Taxi mit Klimaanlage zu bieten. Die Chora von Skyros hat bereits Kykladenarchitektur und ein Ausflug zum Kloster am Festungsberg lohnt mit einer faszinierenden Aussicht über die Nordägäis.
Der absolute Hit bei unserem ersten Besuch 1995 war jedoch der Hafenkapitän. In blütenweisser Uniform spazierte er zwei Tage lang die Hafenmole entlang, allerdings mit einen kleinen Schönheitsfehler, barfuß, ohne Schuhe!!

Von Hafenbehörden haben wir ansonsten in den vierzehn Tagen nichts bemerkt, mit Ausnahme der eingangs beschriebenen geringen Hafengebühr.
Auch Fellini kommt in Linaria nicht zu kurz. Am Berg über den Hafen wurde in schwindelnder Höhe eine Disco eröffnet. Bei Ankunft der wöchentlichen Autofähre aus Volos werden an die Gäste Sternspritzer verteilt und unter den Klängen von "Also sprach Zaratustra" erhält die Fähre von den Disco Freaks mit den Sternspritzern "standing ovations". Ab dem zweiten Besuch haben es auch die Barcardi-Cola Mischungen in sich.

Samothraki
Die Insel im einsamen Norden Griechenlands. Schon im Altertum war diese Insel Zwischenstation für die antiken Segler, auf dem Weg von Troja nach Thessaloniki. Wir waren heuer erstmals mit einer Triton 48 dort und begeistert von der Ursprünglichkeit der Insel.
Die Österreicher Konze und Hauser begannen im vorigen Jahrhundert mit den Ausgrabungen, die inzwischen zu den schönsten Griechenlands gehören. Auch die Thermalbäder sind seit 2500 Jahren in Betrieb und laden auch im Hochsommer zu einem entspannenden Bad ein. Für hungrige Segler ist gesorgt.Im Dorf Prophetis Elias gibts die berühmten Ziegen von Samothraki am Grill köstlich zubereitet, zu erschwinglichen Preisen.
Bei der Ansteuerung ist auf die Fallwinde zu achten, die vom 1700 m hohen Berg Fengari herunterpfeifen. Im neu ausgebauten Hafen liegt man sicher und nach allen Quadranten geschützt. Ausser uns waren in der Hochsaison noch zwei andere Yachten dort und man konnte an der Pier bequem längsseits gehen. Zu zahlen ist wie fast überall in Griechenland nichts. Wasser und Diesel kann über Handy bestellt werden.

Staphylos, Agnontas, Panormou (Insel Skopelos)
Alle drei Buchten hatten auch heuer wieder eine hervorragende Wasserqualität. Während Staphylos besonders als Badebucht zu empfehlen ist, können Agnontas und Panormou auch als Übernachtungsplatz bzw. als Schlupfwinkel bei starken Meltemi empfohlen werden. Agnontas hat auch sehr gute Restaurants und wird auch gerne von Touristen und Einheimischen aus Skopelos Ort besucht.
Staphylos hat sich inzwischen zu einem beliebten Badplatz entwickelt mit Strandbar, Sonnenliegen usw. ist jedoch noch immer reihzvoll.
In Panourmou steht übrigens das Haus von Michael Charrol (GATES OF THE WIND).

Thassos/Liminaria
Von der Chalkidiki kommend - wir sind um 23:00 Uhr abends gestartet - lohnt sich ein Zwischenstop im Süden der Insel Thassos.
Liminaria ist eine relativ junge Ansiedlung ohne grossen geschichtlichen Hintergrund, jedoch mit einem kleinen, nach Norden sicheren Hafen.
Bei der Einfahrt ist vom Süden kommend darauf zu achten, dass man sich nach Passieren der Einfahrtsbefeuerung möglichst rechts hält, wo die Fischerboote liegen.
Die linke Seite ist stark versandet und zum Anlegen für Segelyachten ungeeignet.Ansonsten bietet Liminaria alle Annehmlichkeiten einer kleinen griechischen Hafenstadt, Supermarkt, Bäcker, Fleischhauer, nette Tavernen und natürlich auf Anforderung wie in Griechenland üblich Wasser und Diesel.

 

Skantzoura
Wir haben heuer (August 2003) erstmalig auch Skantzoura besucht.
Eine wunderschöne kleine Insel auf dem Weg nach Skyros - bestens geeignet für einen Zwischenstop.
Im Südosten der Insel gibt eine kleine Bucht wo man auch über Nacht bleiben kann. Sie ist gegenüber dem Nsis Prassos und hat einige gut geschützt Stellen. Wie in Griechenland üblich, mit Heckanker und zwei Landfesten, oder man schwojt frei. Wir haben heuer (2003) zweimal dort übernachtet.
Ausser Ziegen und wilder, abweisender Makia gibt es hier nichts, dafür aber ein Naturlebnis der Sonderklasse. Ein Ausflug zum verfallenden Kloster (bekannt aus dem Buch - INSELN IM WIND; ebenfalls in Stenivala bei Kostas erhältich) musste abgebrochen werden, wegen einsetzender Dunkelheit und der Gefahr des Verirrens in der stacheligen Makia.